Fotografie als Hobby oder doch mehr?

 

Ich hatte lange Zeit meinen Sport zum Ausgleich für den Stress im Beruf. Irgendwann war allerdings der Zeitpunkt gekommen an dem der Sport und die körperliche Anstrengung nicht mehr ausreichten, um mich tatsächlich zur Ruhe zu bringen.

Es musste was Neues her. An etwas Kreatives hätte ich von alleine nicht einmal gedacht und dennoch kam es anders.

 

Alles begann mit einem Familienurlaub auf Korsika. Kinder noch klein und Papa möchte Erinnerungsbilder machen. Damals sagte ich mir: Smartphone reicht! Zuhause am Rechner und später beim Ausdrucken wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Die Bilder sahen auf dem Smartphone gut aus, richtig gut sogar. Aber ausgedruckt? Naja!

 

"Nachdem ich meine Finanzministerin zuhause befragt hatte, durfte ich nach schriftlichem Antrag in einen "Elektro-Fachmarkt" und mir eine Kamera kaufen."  :-)

 

Nach dem Verschlingen von Berichten in Fotografie-Foren, lesen und schauen von Testberichten und Ratschlägen von Freunden waren dann endgültig alle Klarheiten beseitigt und ich wusste nicht mehr als zuvor. Ich habe mich dann einfach mit einem festgelegten Budget aufgemacht und versucht das Maximum an Kamera zu ergattern.

Ich kam dann mit einer Canon Eos 750d und dem 18-135mm auch von Canon nachhause.

Angefangen hab ich dann mit Bienchen und Blümchen vor dem Haus und hab mich irgendwann an Insekten rangemacht, was zur Folge hatte, dass ich "dringend" :-) ein Macro Objektiv kaufen musste.

Ich muss sagen es hatte sich gelohnt ich hatte mich für das 90mm f2.8 von Tamron entschieden. Und tatsächlich boten sich neue Möglichkeiten in der Fotografie für mich.

So habe ich dann erstmal ein paar Monate am Boden verbracht und alles fotografiert was mir vor die Linse kam. Parallel beschäftigte ich mich langsam mit Bildbearbeitung. Photoshop Abo wurde abgeschlossen, und das Lernen ging von vorne los.

Ich habe mir dann ein Video nach dem anderen angeschaut. Leute wie Pavel Kaplun, Calvin Hollywood, Stephan Wiesner, Benjamin Jaworskyj und einige mehr haben mich dabei inspiriert.

 

Nach einer Weile beherrschte ich langsam die Kamera, musste nicht mehr bei jedem Bild erstmal studieren was ich denn da eigentlich tue. So kam es, dass ich mich langsam in ein Gebiet der Fotografie wagen wollte, das mich brennend interessierte. People Fotografie und damit verbunden Shootings sowie die Arbeit mit Menschen.

Als erstes mussten natürlich Familie und Freund dran glauben. Ich machte meine Ersten Shootings und Versuche in der Retusche mit Photoshop.

Das machte mir so viel Spaß und brachte mir auch die fehlende Entlastung und Entspannung, was mit der Sport nicht mehr zu geben vermochte. Ich hatte tatsächlich eine "kreative Ader"!? Hätte ich selbst nicht für möglich gehalten.

 

Ja und dann ging es richtig los. Ich lernte  Lichtführung-und Setzung, Techniken der Retusche, den Umgang mit Models und langsam löste ich mich von den Vorgaben Anderer und fing an meinen Stil zu entwickeln, meine Sichtweise auf Bilder zu bringen.

 

Nach und nach kam noch die ein oder andere Kamera dazu. Erst eine Canon Eos 5d M III, dann noch eine Canon 1300d für meinen Sohn und zu guter Letzt eine Canon Eos R .

Objektive kamen auch noch paar in meinen Rucksack wobei ich zu 80% das 70-200mm 2.8 G2 von Tamron auf der Kamera habe. Ich liebe es einfach.

 

Ja und so kam ich zur Fotografie. Sie wurde zu einer Leidenschaft, die ich nicht missen möchte. Ich liebe es zu Shooten, die Bilder später am Rechner zu optimieren und retuschieren und damit jemandem eine Freude machen und möglicher weise eine Seite von sich zu zeigen, die zuvor unentdeckt war.